Eine historische Reise in die alte Regio Balsamorum

Eine historische Reise in die alte Regio Balsamorum

Von 21.04.2018 09:00 bis 21.04.2018 17:00

Ort: "Regio Balsamorum" alias Östliche Altmark


 Eine historische Reise in die alte Regio Balsamorum - zwischen der Elbe, dem Tanger und dem Milde-Biese-Aland-Flusssystem

... unter Leitung und Führung durch Ulf Frommhagen (Dipl. Restaurator).


Das P R O G R A M M, d.h. somit Details zur Exkursionen bzw. den geplanten Stationen finden sich weiter unten in der Beschreibung.

Es erwartet Dich/Sie eine siedlungsgeografische, kunstgeschichtliche und bauarchäologische Exkursion durch die alte "Regio Balsamorum", d.h. in das Mittelalter der heutigen östliche Altmark. Im Rahmen der Exkursion werden ausgesuchte Sakralbauten, Landwehren, Herrensitze und Befestigungsanlagen aus der Zeit des mittelalterlichen Landesausbaus vor Ort besucht und innerhalb von Führungen besichtigt und näher vorgestellt.
Seien Sie gespant auf nicht alltägliche und ungewöhnliche Einblicke in mittelalterliche Bauwerke und ihre Geschichte.

+++ Ablauf +++
9:00 Uhr - Start der Exkursion auf dem Gutshof Lindstedt
ca. 18:00 Uhr - Rückkehr zum Gutshof / Verabschiedung
OPTIONAL: ab 19:00 Uhr - Geselliger Austausch und Abendveranstaltung im #Gutshaus1704

+++ GEBÜHREN & VORAUSSETZUNGEN +++
Die Teilnehmergebühr pro Person beträgt 15,00 €.
Jugendliche/junge Erwachsene 12-25 Jahre ermäßigt: 8 €.
Die Teilnahme erfolgt unter Benutzung des eigenen PKW's bzw. können vorzugsweise vor dem Start der Exkursion auf dem Gutshof Lindstedt Fahrgemeinschaften gebildet werden.

+++ ANMELDUNG +++
Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.
Eine verbindliche Anmeldung ist daher unbedigt:
- per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder
- telefonisch/per Whatsapp: 0163 - 825 367 0
erforderlich.

+ + + P R O G R A M M + + +
Dieses sehr ambitionierte Programm hat Ulf Frommhagen (Exkursionsleitung/-führung) für Sie/Euch zusammengestellt: Im ersten Teil liegt der Schwerpunkt der Exkursion in Bismark (1209 urkundl. "biskopesmarke" , Grenze der Bistümer Halberstadt und Verden) mit der um 1220 errichteten kreuzfömigen Basilika. Neben den baulichen Besonderheiten sollen die bedeutenden Putzbefunde aus der Bauzeit diskutiert und mit den nachfolgenden Objekten verglichen werden. Topographische Beziehungen zwischen der Basilika (Hocheingang an der Südseite des Westquerturms) und einem in Sichtweite befindlichen Burghügel (Turmhügel bzw. Motte - vermuteter Stammsitz der Familie v. Bismarck) werden ebenfalls vorgestellt. Weiterhin wird die Turmruine der spätromanischen Saalkirche (sogen. "Goldene Laus", seit 1349 Wallfahrten bezeugt) besichtigt.

Anschließend soll eine Auswahl der von der dreischiffigen Basilika abgeleiteten Saalkirchen mit reduziertem Grundriss in der Umgebung aufgesucht werden, z:b.: - Döllnitz (dreiteilig mit geraden Chorabschluss und eingezogenem Westturm), - Poritz (dreiteilig mit auffällig schmalem, riegelartig wirkenden Westquerturm), - Arensberg (dreiteilig mit geradem Abschluss, im Inneren interessante gotische Wandmalerei). - Messdorf (stattliche Saalkirche vom vollständigen Typ mit ehem. Doppelturmfassade), - Späningen (dreiteilig mit geradem Abschluss), - Schönebeck (Apsissaal mit Westquerturm), - Möllenbeck (dreiteilig mit geradem Abschluss) - Garlipp (dreiteilig mit geradem Abschluss, im Turmuntergeschoss befindet sich eine bauzeitliche Einbaumtruhe) Im zweiten Teil der Exkursion soll die in den 1160er Jahren errichtete stattliche Feldsteinkirche (vollständiger Typ) in Möringen besichtigt werden. Weiterhin sollen danach je nach Zeitbudget u.a. auf dem Programm stehen: - die romanischen Backsteinkirche in Storkau (Chorturmkirche u. a. mit ungewöhnlichem Kreuzgratgewölbe aus der Bauzeit in Backstein über dem Erdgeschoss des Turmes), - die Chortumkirche Staffelde (Bauforscher Wolfram Bleis aus Rathenow wird hier das romanische Dachwerk aus den 1170er Jahren erklären), - die Chorturmkirche Hämerten, - die Kirche in Dahlen (dreiteilieger Typ, das tonnengewölbte Untergeschoss des Turmes wurde im Mittelalter sakral genutzt), die romanische Backsteinkirche in Buch (äußerst qualitätsvolle Wandmalerei um 1220/30 - wird mit den spätrom. Monumentalmalereien von Halberstadt verglichen) sowie - die in Jerichower Baugewohnheit errichtete Saalkirche in Jerchel.

Zum Abschluss wird die Feldsteinkirche Buchholz (1153/54d) mit ihren außergewöhnlichen bauzeitlichen Putzbefunden und Fragestellungen zum Turm besichtigt. Auf dem Rückweg nach Lindstedt auf den Gutshof können, insofern es die Zeit zulässt, noch die Taubentürme (Spieker) in Heeren und Wittenmoor sowie die Deetzer Warte (Turm und Wall-Graben-System) besichtigt werden. (Kleine Änderungen vorbehalten.) Das wird ein spannender Tag!